Gedenkstätte Köpenicker Blutwoche,12555 Berlin, Puchanstraße 12

Die Gedenkstätte „Köpenicker Blutwoche“ hat eine überregionale Bedeutung, da die Ereignisse in Köpenick als beispielhaft für den Beginn des Nazi-Terrors gelten. Die Köpenicker SA hatte 1932 ihr Stabsquartier im Amtsgerichtsgefängnis eingerichtet und unter Führung des Standartenführers Herbert Gehrke wurde der Ort ab dem Frühjahr 1933 zu einer der berüchtigsten Folter- und Mordstätten Berlins.

In der als "Köpenicker Blutwoche" bezeichneten Aktion der SA im Juni 1933, kam es zu grausamen politischen Morden, Hausdurchsuchungen, Festnahmen und öffentlich zur Schau gestellten Terroraktionen gegen Mitglieder der SPD, der KPD, des Kampfringes Junger Deutschnationaler, Angehöhrige der Arbeiter-Jugend-Organisation, der Gewerkschaften, Parteilose, Angehörige der Arbeitersportvereine, Mitglieder der bekennenden Kirche und jüdische Bürger.

Ziel dieser Aktion war die Einschüchterung der Bevölkerung und die Etablierung der nationalsozialistischen Herrschaft.

Der Ablauf der Ereignisse, die Reaktion der Öffentlichkeit und der Gerichtsprozess 1950 gegen Plönzke und andere Täter sind in der Gedenkstätte eindrucksvoll dokumentiert.

Die Gedenkstätte „Köpenicker Blutwoche 1933“ befindet sich im ehemaligen Gefängnis des Amtsgerichtes Köpenick und ist über den Hof Puchanstrasse 12 erreichbar.

Öffnungszeiten Donnerstag 10-18 Uhr und Sonntag 14-18 Uhr.

Führungen können Sie auch außerhalb der Öffnungszeiten telefonisch  unter 030/902973351vereinbaren.

Besuchen Sie auch die Webseite der Gedenkstätte  (gedenkstaette-koepenicker-blutwoche.org)