Wilhelm Voigt

Die Sonderausstellung im Rathaus Köpenick ist dem legendären Hauptmann von Köpenick gewidmet und kann während der Öffnungszeiten des Rathauses täglich von 8-18 Uhr besucht werden.

Die Geschichte des arbeitslosen Schuster Wilhelm Voigt wurde als "Köpenickiade" weltbekannt.

Am 16. Oktober 1906 erwarb Voigt beim Trödler eine Uniform eines Hauptmanns des 1. Garderegiments und ging  zu Fuß mit ihm zufällig begegnenden Soldaten von Berlin nach Köpenick. Hier im Rathaus ließ er Bürgermeister Dr. Langerhans und den Kassendirektor von Wiltberg verhaften,anschließend beschlagnahmt der 57jährige die Stadtkasse und verschwindet.

Wilhelm Voigt wird am 1. Dezember 1906 vor dem Landgericht Berlin wegen des unberechtigten Tragens einer Uniform, Vergehens wider die öffentliche Ordnung, Freiheitsberaubung, Betruges und schwerer Urkundenfälschung zu einer Freiheitsstrafe von vier Jahren Gefängnis verurteilt. Nach seiner Begnadigung am 16. August 1908 tingelt Voigt als falscher Hauptmann auf den Varietébühnen Europas und vermarktet seine Geschichte als begehrte und gefragte Ware. Durch die Inflation völlig verarmt, stirbt Wilhelm Voigt am 3. Januar 1922 in Luxemburg.

 

Der "Hauptmann von Köpenick"